Das Kribbeln der Läufer spüren


Andrea Strunck hilft beim Küstenmarathon

Von Jens-Christian Mangels

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Sie hilft beim Packen der Läufertüten, baut Absperrgitter auf, tröstet Bambini-Läufer, kümmert sich um die Radbegleiter und schaut an den neuralgischen Punkten der Laufstrecke nach dem Rechten - Andrea Strunck ist beim Otterndorfer Küstenmarathon als „Allround-Helferin" unentbehrlich. Am Ende des Marathon-Sonntags wird die Wingsterin, VfL-Urgestein, bestimmt genauso viele Kilometer auf der Uhr haben wie der eine oder andere Läufer. Bei ihr wird aber keine Zeit gemessen.


Die 53-Jährige ist eine von rund 300 Heinzelmännchen, die am kommenden Sonntag für den reibungslosen Ablauf des 18. Sparkassen-Küstenmarathons zum Weltkindertag sorgen. Sie gehört bereits seit 15 Jahren zum Helferteam. „Ich habe als Streckenposten angefangen und bin dann ein Tahr später ins Organisationskomitee gerutscht", erzählt Andrea Strunck.
Das Marathon-Wochenende beginnt für die Helferin bereits am Freitag - mit dem Verpacken der Startunterlagen für die Läuferinnen und Läufer. Mit ihren Mitstreitern vom VfL Wingst ist sie für die Schülerläufe zuständig. Am Sonnabend sitzt die aus Wanna stammende Sportenthusiastin in der Otterndorfer Sporthalle und gibt die Läuferunterlagen aus. Und dann kommt der „Großkampftag": Am Marathonsonntag steht Andrea Strunck spätestens um 7.30 Uhr in der Otterndorfer Altstadt und baut mit vielen fleißigen Helfern Absperrgitter und Pavillons auf. Wenn zwei Stunden später mit dem Bambini-Rennen der Kindergartenkinder die Laufveranstaltung eröffnet wird, passt die Wingsterin auf, dass kein Krümel unter die Räder kommt.

Und dann geht es Schlag auf Schlag weiter: Mal wird Andrea Strunck wegen eines Problems auf die Strecke gerufen, mal wollen Auswärtige wissen, wo die Toilette ist, mal muss ein erschöpfter Nachwuchsläufer aufgemuntert werden. Sie kümmert sich um die Laufbegleiter auf den Fahrrädern und steigt bei den Schülerläufen auch selbst aufs Rad. „Man ist immer in Bewegung", sagt Strunck. Doch die Wingsterin legt Wert darauf, dass sie nur eine von vielen Helferinnen und Helfern ist. „Wir sind ein tolles Team", lenkt sie die Aufmerksamkeit auf die Mitstreiter aus allen drei ausrichtenden Sportvereinen.

Wenn es die Zeit erlaubt, genießt sie es, den Teilnehmern einfach mal in die Gesichter zu schauen. Sie spürt dann das Kribbeln der Sportler: „Ich freue mich mit den glücklichen Läufern, die das Ziel erreicht haben."

Sport spielt eine wichtige Rolle in Andrea Struncks Leben. „Das fing schon beim Kinderturnen in Wanna an", erinnert sie sich. Im Laufe der Jahre hat sie die unterschiedlichsten Sportarten ausprobiert - vom Kampfsport bis Hand-und Basketball: „Ich musste immer Action haben." Hängen geblieben ist sie schließlich beim Triathlon. Seit 17 Jahren übt sie diesen anspruchsvollen Sport beim Vfl Wingst aus, seit 2004 ist sie Triathlon-Trainerin. Viele Nachwuchssportler hat sie in den vergangenen Jahren für die Ausdauersportart, bestehend aus den Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen, begeistern können, darunter ihre beiden Söhne - heute 23 und 21 Jahre alt - und natürlich Lasse Lührs, der heute zu den talentiertesten Triathleten des Landes zählt.

Fragt man Andrea Strunck nach einem sportlichen Vorbild, muss sie nicht lange überlegen: „Ironman-Weltmeister Jan Frodeno. Den finde ich toll." Ihr großer Traum: Einmal selbst nach Hawaii reisen, um dort beim Ironman zuzuschauen. Auch beruflich ist Andrea Strunck mittlerweile im sportlichen Bereich gelandet. Die gelernte Friseurin und Bürokauffrau gibt Fitness- und Reha-Kurse.

NEZ vom 8. September 2017
   

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