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Vor mehr als 50 Jahren begannen die jungen Leute in Weißenmoor mit dem Tischtennisspielen. Nachdem die Badesaison im Balksee aus Witterungsgründen beendet war, wurden Tischlerplatten zurecht geschnitten und mit einem Farban­strich versehen, und los ging es mit dem Tischtennisspielen auf dem Saal von Claus Kröncke.

Zunächst schloß man sich dem TSV Westerhamm an, um sich mit anderen Vereinen zu messen. Durch den Brand des Gasthauses Kröncke im Jahre 1959 verzögerte sich die Aufnahme des Punktspielbetriebes. Im Jahre 1961 nahmen erstmals zwei Mannschaften des PC Wingst mit je vier Spielern die Punktspiele auf. Im ersten Jahr gab es viel zu lernen, was die Spielorte, die Spielordnung und die Taktik betraf. Aber schon im zweiten Jahr errang man die Staffelmeisterschaft der Kreisklasse Hadeln-Süd und die Mannschaftskreismei­sterschaft gegen TSV Altenbruch II. Die Mannschaft wurde gebildet von Henry Lührs, Heinz Kröncke, Günther Fastert, Hermann Schmidt, Paul Winter und Hugo Wilkens, der als Abteilungsleiter sehr aktiv war. Nach Wiederholung der Staffelmeisterschaft und Mannschaftskreismeisterschaft gelang ein Jahr später der Aufstieg in die Bezirksklasse Stade-Nord. In der Beset­zung Rudi Lemke, Heinz Kröncke, Henry Lührs, Günther Fastert, Dieter Gräper und Heinz Adami konnte 1965 der Meistertitel dieser Klasse errungen werden. Das führte zu Protesten der anderen Vereine; angeblich war es der glatte Saalbo­den, der die Erfolge des FC Wingst erst ermöglichte. Um eine Sperrung des Spiellokals zu vermeiden, wurden zwei Teppichbahnen von je 11 m Länge und 3 m Breite auf dem Saal verlegt. An der Spiel- und Heimstärke des Vereins änder­te sich jedoch nichts.

Neben Erfolgen bei den Spielen um den Kreispokal, der zunächst mit Vierer- und später mit Dreiermannschaften ausgespielt wurde, gab es bei den Kreismeister­schaften im Einzel und Doppel eine Vielzahl von Titeln in der C-Klasse und später in der A/B-Klasse. Im Jahre 1969 wurde die Staffelmeisterschaft der Bezirksklasse erneut errungen; das entscheidende Aufstiegsspiel gegen den TSV Drangstedt konnte in der neuen Turnhalle in Wingst überzeugend gewonnen werden. Als VfL Wingst spielten Günther Czechleba, Heinz Kröncke, Henry Lührs, Dieter Gräper, Bernd Meinel, Wilfried Kröncke, Hansi Lührs, Dieter Sperl, Manfred Oppelt lange Jahre eine gute Rolle in der II. Verbandsliga Stade-Nord/Bremerhaven.

Nach einer zwischenzeitlichen Startgemeinschaft mit Germania Cadenberge ruhte der Spielbetrieb einige Jahre. 1988 nahm Klaus Meyer-Borgaes im Jubiläumsjahr den Übungsbetrieb mit ca. 15 Jugendlichen wieder auf.

Henry Lührs