56. Begegnung mit dänischen Freunden
Wingster Fußballer beim Partnerklub in Karrebaek
Die Fußballer des VfL Wingst reisten über Pfingsten zur 56. Begegnung zu ihrem dänischen Partnerclub Karrebaek IF. Die sehr gute Beteiligung von 33 Wingstern zeigt den Verantwortlichen, dass diese Partnerschaft weiterhin einen sehr hohen Stellenwert besitzt. „Eine langjährige und tolle Freundschaft, auf die wir sehr stolz sind“, so der VfL-Vorsitzende Michael Schlobohm, der auch mit dabei war, aber die Führung des Freundschaftskomitees in die jüngeren Hände von Jannis Borchert und Nils Erdmann gelegt hat.
Nach der Anreise am Freitag unterstützten die Wingster Fußballerinnen und Fußballer zunächst ihre dänischen Freunde bei ihrem wichtigen Punktspiel am Abend. Die Gastgeber von Karrebaek IF I sicherten sich nach einem 3:2-Sieg gegen Nyråd/Langebæk Alliancen den Meistertitel und auch den Aufstieg in die Serie 2.
Beim Turnier am Samstag liefen die Wingster dann selber auf und trafen zunächst auf Karrebaek IF II, die durch Treffer von Thorben Steen und Nils Erdmann mit 2:0 bezwungen wurden. Im zweiten Spiel war das Glück nicht auf Seite des VfL, man unterlag verdient dem späteren Turniersieger Karrebaek IF I mit 0:5. Gegen die Allstars Karrebaek endete die dritte Partie mit einem 1:1 (Tor: Thorben Steen). Am Ende reichte es damit zum zweiten Platz.
Beim anschließenden gemeinsamen Essen ließ man den ereignisreichen und spannenden Tag mit vielen „Kennenlerngesprächen“ ausklingen. Am Sonntagabend trafen sich die Wingster dann erneut zu einem gemeinsamen Essen mit ihren dänischen Freunden in der „Kulträucherei“ von Carl Johann Martens. Höhepunkt der dortigen Zusammenkunft mit vielen Ideen für die Zukunft, war die Überreichung des Freundschaftspokals für besondere Verdienste um die deutsch-dänische Freundschaft an Jens Reyelt und Jan Baack.
Text und Fotos: VfL Wingst
Abschiedsfoto 2025
Die beiden Freundschaftspokalsieger Jens Reyelt und Jan Baack (von links)
Cadenberge und Wingst bilden eine Spielgemeinschaft und setzen konsequent auf Gleichberechtigung
Sie wissen, dass sie mit der Bildung einer Spielgemeinschaft Neuland betreten, sind aber sicher, daraus ein Erfolgsmodell schmieden zu können (von links): Guido Griemsmann (2. Vorsitzender TSV Germania Cadenberge), Kevin Griemsmann (Fußballabteilungsleiter TSV Germania Cadenberge), Hartmut Römer (Vorsitzender TSV Germania Cadenberge), Steffen Frommhold (Fußballabteilungsleiter VfL Wingst) und Michael Schlobohm (Vorsitzender VfL Wingst). Foto: VfL Wingst
Sind Spielgemeinschaften im Fußball Liebesheiraten? Wohl eher nicht; geschlossen werden sie in der Regel aus Notwendigkeit, weil beide Vereine Schwierigkeiten haben, genügend Spieler für einen funktionierenden Spielbetrieb zu generieren. Das ist im Falle des VfL Wingst und des TSV Germania Cadenberge nicht anders, die beide ab nächster Saison eine Spielgemeinschaft (SG) bilden werden.
Spielgemeinschaften bei den Junioren und im Altherrenbereich
Der VfL Wingst und der TSV Germania Cadenberge kennen und schätzen sich seit langem. Seit vielen Jahren gibt es eine Spielgemeinschaft bei den Junioren und seit dem letzten Jahr auch im Altherrenbereich (beide mit dem TSV Oberndorf). Das hat den Vorteil, dass die meisten Spieler der jetzigen Mannschaften bereits früher miteinander trainiert und in einem Team zusammen gekickt haben.
Nicht nur bei den ersten Mannschaften, auch bei den übrigen Herrenmannschaften war die Personaldecke sehr dünn: „Es war unsicher, dass es eine zweite Mannschaft in Cadenberge und Wingst noch geben würde. Wir wären angewiesen auf Spieler aus dem Altherrenbereich“, so beide Fußball-Abteilungsleiter. „Es stellte sich die Frage: Bleibt man eigenständig und löst die zweiten Mannschaften auf. Das aber wäre der Anfang vom Ende gewesen“, fügen beide an. Die Alternative bestand in der Kooperation.
Schwierige Entscheidung
Dennoch war es eine schwierige Entscheidung, diesen Schritt gerade für die 1. Mannschaften zu wagen. Beide waren sich einig: „Die Vereine sollten eigenständig bleiben“, ergänzt der Wingster Vorsitzende Michael Schlobohm. Eine Fusion kam daher nicht in Frage.
Vor rund vier Monaten nahmen die beiderseitigen Gespräche Fahrt auf und bei den Versammlungen im März wurden vereinsintern die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Inzwischen hat der NFV Kreis Cuxhaven die Bildung einer SG genehmigt, jedoch zunächst nur für die kommende Spielzeit.
Die Vereine ergänzen sich
Die Platznutzung wird ebenfalls gerecht verteilt und auch die Fördervereine werden eng zusammenarbeiten.
„Wir sind ein großes Team“
Die erste und die zweite Mannschaft haben am selben Tag und Ort ihre Spiele. „Der Grundgedanke lautet: Wir sind ein großes Team“, formuliert es Niklas Hinck, der neue Trainer der SG Am Dobrock und alte Trainer des VfL Wingst.